Bei Sonnenschein und leichtem Wind hieß es vergangene Woche Samstag wieder einmal Heimspiel für die Heiligen aus Marburg. Auf dem Spielplan standen die Düsseldorf Antlers. Zu erreichen galt dieses Mal vor allem mehr Ballbesitz und ein ruhigeres Aufbauspiel als im letzten Aufeinandertreffen.

Das Duell startete ausgewogen. Trotz der gut vorgetragenen Angriffe des Gegners konnte die Marburger Hintermannschaft durch ihr gutes Stellungsspiel überzeugen und ließ kaum Chancen für die Antlers zu. Durch sichere Clears und  gute Pässe konnten sich die Heiligen immer wieder vor das Tor der Gäste spielen und sich einige Torchancen erarbeiten. Auch nach dem Führungstreffer der Düsseldorfer ließ sich das Team nicht aus der Ruhe bringen, gleichte durch ein Tor von Carlo Truyen (Assist: Rene Lüftner) aus und spielte ein insgesamt sehr überzeugendes erstes Viertel.

Ähnlich gut startete die Mannschaft in das zweite Viertel und hatte zu diesem Zeitpunkt keine großen Schwierigkeiten gegen die Gäste. Als sich aber in der Mitte des 2. Quarters der Marburger Goalie Philipp Ulrich am Oberschenkel verletzte, drehte sich das Spiel. Trotz starker Schmerzen spielte der Marburger Schlussmann weiter und konnte, mehr auf einem Bein stehend als auf zweien, noch einige Bälle parieren. Dennoch musste er kurz vor der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden und wurde, beim Spielstand von 1:6, bis zum Ende des Spiels durch Middie Johannes Maier ersetzt.

Von nun an hieß es also die Bälle in der Offense lange zu kontrollieren und in der Defense noch sicherer zu stehen, um den Ball möglichst vom Tor fernzuhalten und den neuen Goalie zu entlasten.

Diese Taktik wurde vor allem im dritten Viertel gut umgesetzt. Nach vorne ging für die Düsseldorfer nicht viel. Ein paar Schüsse am Tor vorbei und an die Pfosten war alles. Wie im ersten Viertel zahlte sich die aufmerksame Abwehrarbeit der Heimmannschaft aus. Doch auch die Marburger hatten kein Glück im Abschluss. Obwohl mehr Chancen erspielt wurden als zuvor, scheiterten die Saints am gegnerischen Goalie und Metall. Somit endete dieses Quarter wieder mit einem Unentschieden – 0:0.

Zu Beginn des letzten Viertels war also noch nichts entschieden.

Wieder starteten die Saints, wie bereits im gesamten Spiel, mit guten Clears und ruhigen Offensivaktionen. Allerdings machte sich langsam der Personalmangel in der Verteidigung bemerkbar. Immer mehr Schüsse fanden ihren Weg auf das Marburger Tor. Dank der guten Leistung des Ersatzgoalies, der mehrere Angriffe der Düsseldorfer entschärfte, konnten die Gäste das Spiel lange Zeit nicht als sichere Sache abhaken. So folgten nun immer mehr Schüsse der Antlers Offensive, denen schließlich nicht mehr Stand gehalten werden konnte. Drei kurz aufeinanderfolgende Tore entschieden das Spiel für die Antlers. Durch überhastete Abschlüsse und einigem Pech im Abschluss konnten die Heiligen auch im Angriff nichts mehr ausrichten. Das Spiel endete so mit einem 1:10.

Trotz des deutlichen Ergebnisses hat das Team, insbesondere Philipp Ulrich und Johannes Maier, großen Einsatz gezeigt. An der Torausbeute wird zwar noch zu arbeiten sein. Dennoch führte das gute Aufbauspiel und die starke Abwehrleistung der Heimmannschaft lange Zeit zu einem ausgewogenen Spiel. Darauf kann in den nächsten Begegnungen aufgebaut werden.

 

Es spielten (Tore/Assists): Philipp Ulrich, Felix Leidorf, Valentin Papendorf, Till Balla, Johannes Maier, Alexander Steyer, Felix Filmer, Jeff Struble, Carlo Truyen (1/0) , Thorben Fiswick, Julian Opper, Rene Lüftner (0/1), Jan-Heiner Kröger